Da ist er schon, der dritte Teil der Marokkoreise und ganz ehrlich? Es ist wohl der unspannendste Teil. Nach den Feierlichkeiten aus Teil 2 sind wir in erster Linie chillig unterwegs.
Surfen in Dar Bouazza
Der Montag steht im Zeichen des Strandurlaubs, wenngleich dieser auch nur einen Tag dauert. Wir besuchen Dar Bouazza, ganz in der Nähe von Casablanca. Dort mache ich einen Surfkurs über 2 Stunden und versuche mich zum ersten Mal beim Wellenreiten. Die Verständigung mit dem Surflehrer funktioniert über Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch, also perfekt. Das Surfen selbst klappt nicht ganz so perfekt.
Ich schaffe es durchaus liegend auf einer Welle zu reiten, aber das Aufstehen, der sogenannte Stand-up, erfordert Kraft und Technik. Offensichtlich habe ich beides nicht in den richtigen Körperteilen, was mich mehr ins Wasser fallen als auf dem Brett stehen lässt. Nach 1,5 Stunden breche ich meine Versuche ab, da ich das Gefühl habe meine Fußzehen fallen ab. Atlantikwasser ist eben nicht das wärmste. Am Abend zieht dann ein wunderbarer Muskelkater auf und früh stellt sich erschöpfte Müdigkeit ein. Das ist richtig Sport!
La Sqala; Warum Robben kein blau sehen
Dienstag ist das Highlight des Tages das Mittagessen im La Sqala direkt am Hafen von Casablanca. Wunderschön eingerichtet kann man im Innenhof dieses Restaurants sitzen und feinste marokkanische Küche genießen. Ich habe hier eins der besten Steaks in Marokko gegessen, auch wenn die Marokkaner keine Ahnung von "medium" haben. Den restlichen Tag verbringe ich mit der Lektüre von Jörg Zittlaus Buch "Warum Robben kein Blau sehen und Elche ins Altersheim gehen". Eine lustige Sammlung von Merkwürdigkeiten in Evolution, die einem vor Augen hält wie sehr sie auf Versuch und Irrtum beruht.
Rum Diary
Auch der nächste Tag ist ereignislos und spielt sich auf der sonnigen Terasse unseres Domizils ab. Ich schaffe es mit Leichtigkeit mich durch "The Rum Diary" von Hunter S. Thompson zu lesen und kriege riesigen Durst auf Rum mit Eis. Leider habe ich keinen Rum und auch das Eis wäre schnell an die Grenzen der Verfügbarkeit gekommen, hätte ich nur den gottverdammten Rum gehabt. Auf jeden Fall steht ein Hunter S. Thompson Abend auf meiner To Do Liste. Rum anybody?
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